Pfadi – Stufenlager 2016 Dublin, Irland


Die Grünen auf der grünen Insel!

Wo wäre ein Pfadi besser aufgehoben, als in Irland? Das Stufenlager 2016 ging also nach Dublin, genauer ins Larch Hill international scout centre ( http://www.larchhill.org/ ).

Nach knappen zwei Stunden Flugzeit, kamen wir bei typisch irischem Wetter an.
Da wir gänzlich ohne eigenes Material angereist sind, hieß es so schnell wie möglich das Material zu holen und aufzubauen. Die irische Mentalität á la „kommst du heut nicht, kommst du morgen“ (nach dem dritten Versuch, einen intakten Wasserkanister zu besorgen, habe ich es aufgegeben) wird durch ihre Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit wieder gut gemacht und so bekamen wir trotz unvollständiger Küchenkiste zumindest Hilfe beim Aufbau.


Aktivitäten vor Ort waren, neben der Erkundung der Gegend, Bogenschießen und Klettern, welche zu unserem Bedauern jeweils nur für eineinhalb Stunden wahrnehmbar waren.
Die umliegende Natur bot viel zu entdecken, unter Anderem ein altes Staubecken.Wie wir später durch einen Reporter erfuhren, der uns für eine irische Radioshow names „scout about radio show“ über den Platz und unsere Erfahrungen in Irland interviewte, war das Becken etwa vor 50 Jahren von dem ansässigen Stamm gebaut worden.
Der Reporter, welcher damals noch „beaver scout“ war, half mit seinen eigenen Händen, die Steine hierfür heran zu schleppen. Er war sehr erfreut, dass das Becken noch heute zu Aktivitäten anregt und genutzt wird.

Warum  man bei 17°C und Nieselregen jedoch nur mit Boxershort bekleidet in einem 4°C kalten Gebirgsbach steigt, konnte er nicht ganz nachvollziehen.
Zur Erklärung: wenn Pfadis einen herausfordern und dann auch noch vorlegen, kann man als Leiter schlecht kneifen.

Ein weiterer „cooler“ Höhepunkt war der Tagestrip nach Dublin. Die beeindruckenden Kathedralen und die Stadthalle machen neben dem Stadtteil Temple Bar schon einiges her. Zurück am Platz lernte man, wie auf einem internationalen Zeltplatz üblich, auch andere Pfadfinder kennen. Neben einem gemeinsamen „capture the flag“ Spiel, an dem auch Pfadfinder aus Norwegen und Wales teilnahmen, lernten wir auch noch Pfadfinder aus York kennen.
Eine Bekanntschaft der besonderen Art war jedoch ein Fuchs, der sich bereits am ersten Abend an unserem Müll bediente.
Ein paar Tage später kam dieser abends bis auf zwei Meter an unser Lagerfeuer heran.
Wir erfuhren von den Staffs,dass die Mutter vor Jahren ausgewildert worden sei und dieser einer von zwei Jungtieren der ausgewilderten Füchsin sei.

Den letzten Abend der Waliser, die auf Stockbrot und walisische Pfannkuchen zu uns ans Feuer kamen, verbrachten wir gemeinsam mit ihnen. Man speiste gemeinsam und gegen Mitternacht feierte man gemeinsam den Geburtstag von Mark, einem unserer Pfadis, der neben einem gemeinsamen „Happy Birthday“ auch noch ein Geburtstagsständchen auf Walisisch bekam.

Besonders für die mitgereisten Pfadis war, dass sie Nachts am Lagerfeuer ihr Versprechen ablegten. Hierbei erhielten sie neben Ihren Halstüchern ebenfalls einen Aufnäher aus Wales. Diese hatte ich zuvor vom Staffo der Waliser im Austausch gegen einen meiner eigenen Aufnäher erhalten.

Da wir am Abreisetag früh den Bus zum Flughafen nehmen mussten, bauten wir die Zelte am Vortag ab und schliefen die letzte Nacht im „weather shelter“. Wir verbrachten den letzten Abend damit das Lager zu reflektieren und gemeinsam Billard zu spielen. Auch genossen wir einen atemberaubenden Anblick auf die nächtliche Skyline von Dublin, der leider keines unserer Bilder gerecht wird.

Gladbeck, den 24.11.2016
Verfasst von: Patrick Weitkamp